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Studio Sent M´ahesa

Kursangebot

Anfängerinnen ohne Vorkenntnisse Du hast den Bauchtanz (Orientalischen Tanz) gesehen und warst sofort begeistert. Shimmies, Wippen, Kreise ... Na dann, auf geht s!

Mittelstufe / Quereinsteigerinnen Du hast bereits Tanzstunden genommen. Kippe, Wippe, Twist und Schieben beherrschst Du. Drops, Lifts, Kamele und Wellen hast Du schon ausprobiert. Auch Schrittfolgen und Armbewegungen sind für Dich nicht neu. Dann bist Du hier richtig!

Privatunterricht / Gruppen

Dozentinnen

        

Cornelia Bergler "Talestri"
Talestri ist der Name der Amazonenkönigin aus der Oper Talestri, regina delle amazzoni", von Maria Antonia Walpurgis Kurfürstin von Sachsen.

  • Langjährige Tanzausbildung beim "Bundesverband für Orientalischen Tanz e.V."
  • Tänzerin und Lehrerin für Orientalischen Tanz
  • Choreografin
  • Schauspielerin
  • Produzentin von Tanzshows, Tanz-Teater und kultureller Bildungsprojekte
  • Leiterin des Studios "Sent M´ahesa"
  • M.A. Soziologie/Pädagogik Universität Regensburg

 

Ausführliches über Talestri auf www.talestri.de mit einem Klick:
Orientalischer Tanz - Theater - Kulturelle Bildungsprojekte
Bilder und Videos - Auftritte und Referenzen...

 

 

 

Tanja Zuleger "Aijsha"
Aijsha ist ein arabischer Name und bedeutet: die "Lebendige" .

 

  • 7 Jahre Ausbildung im Orientalischen Tanz
  • Ausbildungen in Ballett, Modern und Jazzdance
  • 8 Jahre Prinzengarde Windischeschenbach
  • Tänzerin und Lehrerin für Orientalischen Tanz

Tänze und Bewegungen des Orientalischen Tanzes

Talestri

Das was wir üblicherweise aus dem Urlaub in orientalischen Ländern kennen ist der "Raks Sharqi". Es gibt jedoch viele verschiedene Richtungen des Orientischen Tanzes. Z.B.: traditionelle, ägyptische Volkstänze wie den Baladi, Saaidi oder Beduienentanz. Fantasietänze mit Schleier oder Isiswings. Stilmischungen wie beim Flamenco-Oriental. Neue Richtungen wie Tribal oder Fusion.
Darüber hinaus Tänze aus anderen orientalischen Ländern, u.a. der Tsifteteli (griechisch/türkischer orientalischer Tanz) oder der Karsilama (Türkei).

Für jede Frau ist das richtige dabei!

Die Grundbewegungen des Orientalischen Tanzes bleiben jedoch in allen Tanzrichtungen im wesentlichen gleich. Auch gleich ist, dass jede der Bewegungen isoliert getanzt wird. Egal ob sich die Hüfte, oder der Oberkörper bewegen.

Erstaunlicherweise gibt es nur vier Basisbewegungen im Orientalischen Tanz, die im Bescken sowohl im Oberkörper ausgeführt werden können:

Schieben: das Becken bzw. den Brustkorb horizontal nach rechts und links, oder vor und zurück schieben
Wippe: das Becken bzw. den Brustkorb abwechselnd nach rechts und links kippen
Kippe: das Becken bzw. den Brustkorb vor und zurück kippen
Twist: das Becken bzw. den Brustkorb vor und rück rotieren

Talestri

Darauf bauen alle anderen Bewegungen auf!! Davon gibt es allerdings unendlich viele Möglichkeiten, insbesondere in Kombination mit Raumbewegungen, Hoch-Tiefbewegungen, Schritten und Drehungen. Eine winzige Auswahl z.B.:

Hüftdrop: Einseitige Wippe , dass heißt dann Hüftkick auf einer Seite mit Akzent nach unten
Hüftlift: Einseitige Wippe , dass heißt dann Hüftkick auf einer Seite mit Akzent nach oben
Beckenkreis: Die Hüfte beschreibt einen horizontalen Kreis = fließende Kombination aller Schieberichtungen.
Hula (innerer Beckenkreis): Die Hüfte beschreibt einen inneren Kreis durch fließende Kombination von Wippe und Kippe.
Beckenwelle: Fließende Kombination von Kippe und vor und zurück schieben des Beckens.
Kamel: Beckenwelle im vorwärts Laufen, oder Hüftacht von unten nach oben im seitlich Laufen.

Lust auf mehr? ..... Belege einen Tanzkurs. e-mail: cornelia.bergler@talestri.de

Autorin Cornelia Bergler "Talestri"

"Bauchtanz" ist eine direkte Übersetzung des französischen "danse du ventre". Diesen Begriff verwendete erstmals der Schriftsteller Gustave Flaubert im 19. Jh. um den Tanz in seinen Reiseberichten zu beschreiben. Allerdings wollte er damit sicherlich nicht einen Tanz-Stil-Begriff prägen, sondern brachte vielmehr seine persönlichen Empfindungen poetisch zum Ausdruck, nachdem er die Zigeunerin Kuchuk Hanem am 03. März 1850 tanzen sah. Nun, was auch immer Flaubert sah, es war auf keinen Fall „Bauchtanz“ so wie wir ihn heute kennen, denn der wurde erst ein halbes Jahrhundert später erfunden, von der letzten großen Awalim. (MZ Awalem)

"Awalem" waren angesehene muslimische Frauen von gesellschaftlich hohem Rang. Gebildet, in den höchsten Kreisen verkehrend, politisch versiert, finanziell unabhängig. Die wenigen Frauen im Orient die Lesen und Schreiben konnten. Von Frauen und Männern gleichermaßen verehrt. Und die Awalim war Tänzerin, Sängerin, beherrschte mehrere Instrumente und bezauberte ihr Publikum ... im Harem!
Lassen wir uns das auf der Zunge zergehen. „Harem“, dass ist kein erotischer Spielplatz, sondern eine rigide und kostspielige Familienform, mit gegenseitigen Verpflichtungen, die für jede Frau und jeden Mann in unserer modernen, westlichen Welt völlig unakzeptabel wären.
Und dort tanzte die Awalim nur vor Frauen. Männer hatten schlicht keinen Zugang zum Harem. Auch nicht Flaubert oder ein anderer Orientreisender, von denen uns die abenteuerlichsten Beschreibungen des Bauchtanzes überliefert wurden.

Gut 70 Jahre nach Flaubert´s Reisen eroberten sich die Awalim die Weltbühne. 1ter Weltkrieg, 2ter Weltkrieg Europa trug diese Kriege über seine Kolonien in den Orient. So tummelte sich allerlei Volk in Ägyptens Hauptstadt. Engländer, Franzosen, Spanier, Deutsche und Amerikaner. Soldaten, Spione, Schmuggler, Waffenhändler, Kriegsgewinnler, Kriegsverlierer.

Nun saß also dieses ausländische Volk in Kairo und wollte unterhalten werden. Nachtclubs und Varietés schossen wie Pilze aus dem Boden. Hier traten vor allem europäische Künstler und Künstlerinnen auf. Sie wurden engagiert um den abendländischen Geschmack an Musik, Tanz und Unterhaltung zu treffen. Schließlich ging es hier ums große Geschäft, nicht um Kunst und Kultur.

Doch dann hatte Badia Masabni (1892—1976), die „letzte große Awalim“ und eine überaus erfolgreiche Geschäftsfrau, etwa um die 1930er eine geniale Geschäftsidee. Sie holte hübsche Bauernmädchen von den Feldern, steckte sie in BH, Rock und Perlengürtel, bildete sie im Tanzen aus, in dem Badia die Schritte und Bewegungen aus einer Vielzahl ägyptischer Volkstänze neu arrangierte, und präsentierte sie dem Publikum: der Bauchtanz so wie wir ihn heute kennen war geboren. Und er rief wahre Begeisterungsstürme aus, nicht nur bei den Ausländern, sondern auch bei der einheimischen Oberschicht. Das „Café de Opera“ - Badias Nachtclub - wurde zu dem angesagten gesellschaftlichen Anziehungspunkt. Hier mussten einfach alle hin die „in“ sein wollten.

Aber Badia tat noch mehr. Sie entwickelte den "Raqs Sharqi" ("Tanz des Ostens", wie er im arabischen Sprachraum heißt) weiter, in dem sie mit ihrem Team von Choreografen neue Beckenbewegungen erfand, darunter vor allem den Shimmy. Auch Armbewegungen und raumgreifendes Tanzen war bis dahin in Ägypten nicht üblich. Und Badia erfand den Tanz mit dem Schleier. Da das Publikum in den hinteren Reihen die Bewegungen nicht richtig sehen konnte, stattete sie ihren Tänzerinnen mit Schleiern aus. Dieser erzielten mehr Wirkung über den großen Abstand zum Publikum hinweg.

Etwa zur gleichen Zeit entdeckten namhafte, amerikanische Tänzerinnen, darunter u.a. Ruth St. Denis, Ida Rubenstein, Maud Allen und Louie Fuller den orientalischen Tanz für sich. Damit rebellierten sie nicht nur gegen das Ballett, sondern wurden zu Mitbegründerinnen des Ausdruckstanzes, der heute in Stilrichtungen wie Modern Dance oder Jazzdance mündet.

Das Hollywood-Kino folgte in den 1930er, 1940er und 1950er Jahren. Eine Flut von Spielfilmen mit orientalischen Geschichten in denen immer wieder Bauchtänzerinnen auftraten aber auch weltberühmte Schauspielerinnen tanzten, überschwemmte den Markt. So z.B.: 1932 „Mata Hari“ mit Greta Garbo; 1934 „Cleopatra“ mit Claudette Colbert; 1938 „Der Tiger von Eschnapur / Das indischen Grabmal“ mit La Jana. 1949 „Die schwarzen Teufel von Bagdad“ mit Maureen O’Hara; und schließlich unvergessen 1953 „Salome“ mit Rita Hayworth.

Allerdings setzte sich der Bauchtanz in der westlichen Welt erst ab den 1960er Jahren vollends durch. Seit dieser Zeit verlor er immer mehr seinen stereotypen Charakter als erotische Unterhaltungsform und etablierte sich als Breitensport. In den USA eröffneten die ersten „Belly Dance“ Studios und fanden dankbare Kundinnen, deren Ausbruch aus gesellschaftlichen Konventionen in Auflehnung gegen die konservative Regierung der USA der Nachkriegszeit auch im Bauchtanz Ausdruck fand.

Auch die Bezeichnung des Tanzes änderte sich, denn der umgangssprachliche Begriff „Bauchtanz“ ist irreführend da nicht nur der Bauch bewegt wird, sondern auch Arme, Hände, Beine, Füße, Schultern und der Kopf. Tänzerinnen sprechen daher heute von „orientalischen Tanz“ oder verwenden den arabischen Begriff „Raks Sharki“.

Etwa seit den 1990er Jahren verlor der orientalische Tanz schließlich auch in Deutschland sein Nischendasein. Heute gibt es bundesweit rund 60.000 Tänzerinnen, die den orientalischen Tanz als Sport und Tanzkunst in all seiner exotischen Schönheit betreiben.

Der orientalische Tanz ist ungeheuer vielfältig. Längst fließen Elemente aus den unterschiedlichsten Tanzrichtungen ein: u.a. Ballett, Flamenco, Tango, Modern Dance, Jazzdance und sogar HipHop und Tanzdarbietungen zu Heavy Metall machen vor der Tanzlust keinen Halt. Die Requisiten vom Schleier über den Säbel bis zum Kerzenleuchter werden immer raffinierter. Auch die ägyptischen Volkstänze in Bühnenversion gehören mittlerweile zum Repertoire der Tänzerinnen. Der orientalische Tanz hat schon längst Bühnenreife erlangt und auch in Deutschland gibt es einige namhafte Tänzerinnen von internationalem Ruf.

Talestri, Foto Werner Ammann

Da steht diese wuchtige Schale aus flüssigem Silber. In ihr türmen sich Blüten über Blüten in üppigen Farben. Und ich stehe davor und muss mich nicht entscheiden, denn ich darf meine Arme ausbreiten und sie in die verschwenderische Fülle tauchen. Selbst wenn ich die zu unterst liegende Blüte aus der Schale stibitze ... von den aus dem Silber kullernden Blumen muss ich keine verschämt zurück legen.
Ich kann um sie herumsprinegn, sie aufheben, sie in die Lüfte werfen, sie mit meinen Sinnen schmecken, sie zurücklegen oder meinen Gürtel mit ihr schmücken. Und während ich mich drehe und drehe umschmeicheln Düfte meine Nase, denn gelb und rot und blau und grün mischen sich zu immer neuen Möglichkeiten; bis mir die Schale meinen Duft offenbart: Die Blüte meines Geistes, die Blüte meines Herzens, die Blüte meines Körpers.
Dann habe ich meinen Tanz gefunden, wie ein Duft der voller Kraft im Raum fließt, sich verdichtet in der Bewegung und noch über die leere Bühne schwebt habe ich den Platz verlassen.

Talestri (Cornelia Bergler) im Mai 2014